Anlässlich des internationalen „Tag des Waldes“ am Samstag, 21. März, zieht die Stadt Bludenz eine positive Bilanz über das vergangene Forstjahr. Der Bludenzer Stadtforst blieb 2025 von größeren Schadensereignissen verschont und konnte gleichzeitig wichtige Maßnahmen in Pflege, Schutz und Infrastruktur umsetzen.
„Unser Stadtforst ist weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor – er schützt unsere Lebensräume, sichert die Trinkwasserversorgung und bietet Erholung für unsere Bevölkerung. Dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein so gutes Jahr verzeichnen konnten, zeigt die hohe Qualität der Arbeit im Bludenzer Forst“, betont Bürgermeister Simon Tschann die Bedeutung des Waldes für Bludenz.
Mit rund 4.956 Festmetern Holzernte bewegte sich die Nutzung im nachhaltigen Rahmen. Zwar trat der Borkenkäfer punktuell auf, größere Schäden konnten jedoch durch rasches Handeln verhindert werden. Auch Sturmereignisse blieben nahezu aus. Ein Schwerpunkt lag neben der Schadholzaufarbeitung vor allem auf der Verjüngung von Altbeständen sowie der Sicherstellung der Brennholzversorgung.
Gezielte Investitionen stärken den Wald für die Zukunft: So wurden an zwölf Standorten rund 5.850 Jungpflanzen aus 15 Baumarten gesetzt. Zudem wurden Schutzmaßnahmen entlang der Alfenz und im Almatobel umgesetzt sowie die neue Forststraße am Lusbühel fertiggestellt.
„Ein stabiler Wald ist keine Selbstverständlichkeit. Er braucht laufende Pflege, Fachwissen und Engagement. Mein besonderer Dank gilt unserem Forstteam, das mit großer Verantwortung für die nachhaltige Bewirtschaftung und den Schutz unseres Waldes sorgt“, unterstreicht die zuständige Stadträtin Martina Brandstetter die kontinuierliche Arbeit im Hintergrund.
Der Bludenzer Stadtforst umfasst rund 4.070 Hektar Fläche in zehn Gemeinden und erfüllt vielfältige Aufgaben – vom Schutz vor Naturgefahren über die Holzproduktion bis hin zur Naherholung. Besonders herausfordernd sind dabei die schwierigen Gelände- und Bringungsverhältnisse sowie der hohe Anteil an Schutzwaldflächen.
Bludenzer Forst in Zahlen:
Waldflächen gesamt: Rund 4.000 ha in zehn Gemeinden. Im Vergleich: Bludenz hat eine Fläche von 3.000 ha.
Aufteilung Bludenzer Waldfläche auf Gemeinden: 52 % Bludenz, 14 % Lorüns, 10 % Dalaas, 6 % Bürs, 5 % Bürserberg, 5 % Klösterle, 3 % Nüziders, 3 % Nenzing, 1 % Innerbraz, 1 % Brand
Jährliche Fällungen (Hiebsatz): 4.000 Festmeter
Text & Foto: Stadt Bludenz
