Ein Stück Bludenzer Geschichte sprudelt bald wieder: Im Zuge der Verlegung der Leitungen für das Bauabschnittsprojekt BA.17 konnte eine neue Wasseranbindung für einen historischen Trinkwasserbrunnen geschaffen werden. Die traditionsreiche Anlage aus dem Jahr 1887, die ursprünglich am Ignaz-Wolf-Platz stand, wird derzeit umfassend saniert und erhält schon bald einen neuen Standort im Brunnenfeld beim Radweg nahe dem Forsthaus Bludenz.
„Solche Projekte zeigen, wie wir in Bludenz Geschichte und Moderne immer wieder miteinander verbinden. Es freut mich, dass dieses Stück Stadtgeschichte erhalten bleibt und neu erlebbar wird. Vielen Dank unserem Wasserwerk für die Restaurierung“, betont Bürgermeister Simon Tschann.
Der historische Wasserspender musste am Ignaz-Wolf-Platz einer anderen Wasserquelle weichen und wurde zwischenzeitlich beim Wasserwerk Bludenz eingelagert. Nun wird ihm neues Leben eingehaucht: Mit viel Sorgfalt wird das historische Wasserbecken sandgestrahlt und mit einer speziellen, trinkwassergeeigneten Beschichtung versehen. Das Wasserwerk der Stadt Bludenz ist aktuell mit schwerem Gerät im Einsatz, um die Quelle im neuen Glanz erstrahlen zu lassen und wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Grundsätzlich kümmern sich die Mitarbeiter des Wasserwerks das ganze Jahr über um die laufende Instandhaltung der Trinkwasserstellen im Stadtgebiet. Dieses historische Schmuckstück erfordert jedoch eine besonders intensive Restaurierung, um seine Qualität und Funktionalität langfristig zu sichern.
Das Wasserwerk der Stadt Bludenz sorgt das ganze Jahr über dafür, dass die Bevölkerung zuverlässig mit sauberem Trinkwasser versorgt wird. Dafür kümmern sich die Mitarbeiter um zahlreiche Aufgaben: Sie warten und betreuen wichtige Anlagen wie Kraftwerke, Pumpwerke und Hochbehälter, pflegen Quellen und Leitungen und verlegen bei Bedarf neue Wasserleitungen. Auch Hausanschlüsse und Hydranten werden regelmäßig überprüft und instand gehalten. Zusätzlich werden die öffentlichen Wasserstellen im Stadtgebiet betreut sowie die Wasserzähler regelmäßig ausgetauscht und geeicht.
Die Wasservorkommen im Stadtgebiet zeigen sich derzeit stabil: Die Hauptquellen decken den täglichen Bedarf vollständig ab, wodurch aktuell kein zusätzlicher Pumpbetrieb notwendig ist. Auch die Grundwasserstände im Brunnenfeld entwickeln sich seit dem Tiefststand im Jänner wieder positiv.
Zahlen Daten zur Wasserversorgung und Wasserwerk in Bludenz
Quellen am Muttersberg und Furkla
Quellschüttung: 25 bis 60 l/sec
53 Kilometer langes Versorgungsnetz
2.255 Hauswasseranschlüsse
863.000 Kubikmeter zugeführtes Trinkwasser (Stand 2024)
Hydranten: 308 inkl. Genossenschaften (Rungelin, Bings, Radin und Außerbraz), rein in Bludenz 227
Mitarbeiter: 5
Text & Foto: Stadt Bludenz
